Jedes Frühjahr begeben sich Frösche, Kröten und Molche auf ihre jährliche Wanderung von ihren Winterquartieren zu den Gewässern, an denen sie sich fortpflanzen. Wenn Strassen die Winterquartiere von den Fortpflanzungsstätten trennen, endet diese Wanderung für viele Amphibien tödlich.
Die ersten Beobachtungen von Amphibiensterben auf Strassen stammen aus den 1970er Jahren. Nach und nach organisierten sich Gruppen von Retter*innen, um provisorische Amphibienzäune zu errichten: Entlang dieser Amphibienzäune wurden im Boden vergrabene Eimer aufgestellt, um die Amphibien zu fangen, damit Freiwillige sie spät abends und früh morgens einsammeln und auf die andere Strassenseite bringen konnten.
Diese temporären Massnahmen sind auch heute noch wirksam und notwendig. Denn aufgrund der Kosten oder der Geländetopologie ist es nicht immer möglich, dauerhafte Bauwerke wie Tunnel zu errichten.
> Weitere Informationen zu Amphibienwanderungen
> Weitere Informationen zu wandernden Amphibienarten
> Weitere Informationen zu Konflikten zwischen Amphibien und Verkehr.
> Weitere Informationen zu Schutzmassnahmen und Erfolgskontrolle der Schutzmassnahmen .
Eine partizipative Datenbank
Mithilfe der Zugstellendatenbank von info fauna – karch kann die Bevölkerung uns Konfliktstellen zwischen Amphibienwanderung und Verkehr in ihrer Nähe melden. Über dieses Portal können wir Freiwillige, die sich für den Schutz der Amphibien engagieren möchten, miteinander in Kontakt bringen. Info fauna – karch stellt auch Tipps zur Organisation von Rettungsaktionen zur Verfügung.
Seit der Gründung der Zugstellendatenbank hat info fauna-karch mehr als 2000 Zugstellen erfasst. Einige dieser Zugstellen sind mit fixen Amphibientunneln ausgestattet, an vielen werden freiwillige Rettungsaktionen durchgeführt, während an anderen noch keine Massnahmen getroffen wurden. Ein grosses Dankeschön an alle, die uns diese Zugstellen gemeldet haben!
Unsere Zugstellendatenbank und die Online-Plattform ermöglichen nicht nur die Koordination von Rettungsaktionen für Amphibien, sondern auch die Erfassung wichtiger Daten über die Wanderung und die Populationen unserer Amphibienarten (weitere Informationen unter „Statistiken“). Über 200 Rettungsgruppen übermitteln uns regelmässig ihre Fangstatistiken. Die so gesammelten Daten können beispielsweise als Grundlage für Entscheidungen über mögliche langfristige Massnahmen dienen. Ein grosses Dankeschön an alle, die sich mit grossem Einsatz und persönlichem Engagement an den Rettungsaktionen beteiligen und uns ihre Daten übermitteln!
Mithilfe dieser partizipativen Datenbank können Sie sich aktiv für den Schutz der Amphibien einsetzen, indem Sie beispielsweise eine Zugstelle melden, die Verantwortung für einen Standort übernehmen oder sich freiwillig an einer Rettungsaktion beteiligen. Ohne Ihren Beitrag könnte sie nicht existieren.